Träume - was sagen sie über uns aus?

 

Es war kalt, große Schneeflocken fielen vom Himmel und so weit das Auge reichte war der gefrorene Boden von einer weißen Puderschicht bedeckt. Ich war ein angesehender Krieger meines Dorfes und das Oberhaupt erteilte mir die Aufgabe Nahrung zu besorgen. Ich spürte meinen scharfen Speer in meiner rechten Faust und blickte gen Süden, Ausschau haltend nach Beute. Nichts zu sehen. Ich drehte mich um...und blickte in das Gesicht eines Kindes. Der fremde Junge sah klein und schwächlich aus, sein linkes Auge schien von einer Krankheit befallen zu sein, denn es war von gänzlicher Weiße durchzogen. Der Knabe...höchstens 11 Jahre alt, blickte mich emotionslos an. Seine Mimik schien durch die Kälte eingefroren zu sein, als hätte sein Gesicht die Trostlosigkeit des Ortes übernommen. Er sprach nicht, er rührte sich nicht, er sah mich nur an. Es schien mir als würde ich in eine Maske schauen, nicht in das Gesicht eines Kindes. Er strahlte nichts als Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit aus. (...)

 

 Solche Träume kennt sicherlich jeder. Viele Menschen entschwinden Nacht für Nacht in eine verdrehte, unvorhersehbare Welt die ihre Vorzüge aber auch Tücken hat. Doch warum träumen wir eigentlich? Und was sagen diese Träume über uns aus? Dieser kurze Traumabschnitt sollte verdeutlichen, dass man im Traum nicht nur die eigene Gestalt sein kann, sondern unter Umständen jemand völlig anderes. So wird in meinem Beispiel eine junge Frau zu einem hartgesottenen Krieger in seinen 40ern. Wie kommen solche Träume zustande?

 

 Träume dienen der Problemlösung

 

 Zu diesem Thema gibt es mehrere Theorien. Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass das Gehirn in der Nacht die Erlebnisse des Tages verarbeitet, sie mit bereits bestehenden Erinnerungen verknüpft und im Geiste so neue Bilder und Szenarien erschafft. Das Gehirn such mit dieser Methode nach neuen Verarbeitungsmöglichkeiten, Träumen dient also unter anderem der Lösung von Problemen. Man kann sich das Träumen also auch zunutze machen. In meinem konkreten Beispiel steht der Mann, den ich in diesem Traum verkörperte, für meine "harte" männliche Seite und das kränkliche Kind steht wohl für meine schwache, "kindliche" Seite. Als ich diesen Traum hatte, beschäftigte ich mich nur wenig mit meiner schwachen Seite, ich versuchte immer stark zu sein, möglichst wenig Gefühle zu zulassen und alles auf eigene Faust zu schaffen. Deswegen denke ich dieser Traum wollte mir etwas sagen. Ich sollte auch meine schwache Seite zulassen und mein "inneres" Kind nicht erkalten lassen. Natürlich bietet jeder Traum die verschiedensten Interpretationsmöglichkeiten und es hilft oft bei einem Traum auch andere um ihre Sichtweise zu bitten. 

 

Warnsignale erkennen

 

Nahezu jeder Mensch hatte mindestens einmal in seinem Leben einen Alptraum. Dabei scheint alles außer Kontrolle zu geraten, man wird beispielsweise von einem furchterregenden Monster verfolgt oder verbrennt in den Flammen eines Feuers. Einige Alpträume sind eher emotionaler Natur. Man erlebt den Betrug des Liebsten mit einer/einem anderen, man befindet sich nackt an einem viel belebten Ort und wird ausgelacht oder man verliert wichtige Gegenstände (Portemonne, Handtasche, Haustier etc.) Diese Alpträume sind eine Warnung für den Träumenden, das Unterbewustsein möchte darauf hindeuten, dass etwas nicht gut läuft, dass der Geist von irgendetwas belastet ist. Das kann verschiedenste Ursachen haben. Stress auf der Arbeit, Stress mit der Familie, verdrängte Erfahrungen aus Kindheitstagen. Um die genauen Gründe feststellen zu können muss man sich entweder lange und ausführlich mit dem Thema träumen beschäftigen oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. 

 

Hier der Link zu einem wunderschönen Lied das zum Träumen einlädt:

 https://www.youtube.com/watch?v=E-rstOjonZU

1 Kommentar 22.1.16 14:27, kommentieren

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